Seefunk #2 - Verstehen heißt nicht einverstanden sein
Shownotes
LinkbeschreibungIn dieser Folge geht es um:
- Selbstempathie und Empathie
- Schutzmuster, alte Ladungen und innere Anteile
- Nähe und Distanz in Beziehungen
- Empathie ohne Selbstaufgabe
- Schutz bei verbalen Übergriffen
- Wege aus Spiralen von Abwertung und Gegengewalt
Verstehen heißt nicht einverstanden sein. Ich kann deiner Wirklichkeit Raum geben und gleichzeitig bei meiner eigenen bleiben.
Die Lesefassung findest du hier: https://klarseen.de/seefunk/verstehen-heisst-nicht-einverstanden-sein/
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Transkript anzeigen
00:00:01: Willkommen beim Seefunk, dem Podcast von Sabine Dieterle.
00:00:05: Hier verbinde ich gewaltfreie Kommunikation mit Impulsen aus Psychologie, Neurologie, innere Anteilerarbeit sowie Selbst- und Korregulationen.
00:00:14: Schön dass du da bist!
00:00:17: Verstehen heißt nicht Einverstanden sein.
00:00:22: Darum geht es in der heutigen Folge.
00:00:24: In der letzten Folge ging's ja um den Gedanken.
00:00:26: Gewaltfrei heißt nicht konfliktfrei.
00:00:29: so mit dem Gedanken einer gewaltreien Haltung darf auch alles da sein, was uns bewegt.
00:00:37: Ergeneid Traurigkeit Bewertungen.
00:00:41: Es geht nicht darum sie loszuwerden nie wieder wütend zu sein sondern bewusster wahrzunehmen.
00:00:47: Was ist denn da gerade in mir lebendig?
00:00:50: Da auch in eine innere Klärung zu gehen und aus dieser inneren Klarheit immer wieder zu merken Ah!
00:00:59: Da entstehen neue Wahlmöglichkeiten, da entstehen Neue Handlungsmöglichkeiten.
00:01:04: Die stehen mir dann auch in einem akuten Moment zur Verfügung.
00:01:08: Und heute geht die Bewegung weiter, vom Ich zum Du von der Selbstempathie zu Empathie.
00:01:16: Gerade wenn sie miteinander schwierig wird ist es ja gar nicht so leicht zuzuhören.
00:01:21: Da reagieren wir schon mal bevor wir verstanden haben um was es uns eigentlich geht und das kann in ganz unterschiedliche Richtungen führen.
00:01:30: eine ist Widerstand und Kämpfen.
00:01:33: Wir argumentieren, wir werden schärfer verteidigen uns oder versuchen unseren Standpunkt durchzusetzen.
00:01:39: Hey so geht es nicht!
00:01:40: Das lass ich mir nicht gefallen.
00:01:42: also da sage jetzt mal was Sache ist und darin steckt oft der Versuch uns zu schützen dem was uns verletzt ärgert oder auch ganz wichtig ist Raum zu geben.
00:01:55: Es gibt noch eine andere Richtung.
00:01:57: Wir orientieren uns stark am Gegenüber versuchen die Verbindung zu sichern und das Verhalten der anderen Person zu erklären.
00:02:06: Der meint es bestimmt nicht so, oh sie hat gerade einfach unglaublich viel Stress.
00:02:11: Er kann eben nicht anders.
00:02:14: Darin kann echt das Mitgefühl legen und zugleich der Wunsch dass es möglichst schnell wieder gut ist.
00:02:23: Harmonie im Außen die wir damit sichern werden still passen uns an oder ziehen uns mit unserem eigenen Anliegen zurück.
00:02:32: Das was uns selbst wichtig ist das Gerät dabei aus.
00:02:35: dem Blick.
00:02:37: So unterschiedlich diese Bewegungen aussehen Hinter beiden kann eben der Versuch stehen für Sicherheit zu sorgen, mich zu schützen die Verbindung zu bewahren.
00:02:48: Und wenn dieser Schutz übernimmt dann wird der Blick enger und die Neugier auf das was denn eigentlich mit unserem Gegenüber los ist die können schon mal verloren gehen.
00:02:59: Dann handeln wir wie mit einem inneren Autopiloten und unsere Autopilot sind schnell und oft haben sie eine lange Geschichte.
00:03:07: Sie greifen auf vertraute Erfahrungen, Schutzmuster und auch eingeübte Reaktionen zurück.
00:03:13: Deshalb werken wir manchmal erst später mit Abstand wenn wir wieder raus sind was eine Situation ausgelöst hat Und dann können wir zurückschauen und fragen Was ist da eigentlich in mir passiert?
00:03:27: Und wofür wollte meine Reaktion sorgen?
00:03:31: Ich mag das Bild von einem breiten Wald oder Wiesenweg Die vertrautere Aktion die schneller reichbar.
00:03:41: Die hatten breiten Weg.
00:03:45: Wenn wir bewusst innehalten und was anders machen, dann entsteht aber zunächst mal ein eher schmaler und ganz neuer Pfad der quer durchs Unterholz oder durchs hohe Gras geht.
00:03:58: Mit jedem Wahrnehmen und Üben kann dieser Pfad leicht ergeben werden.
00:04:05: So entsteht nach und nach mehr Wahlfreiheit Denn je nachdem wohin es mich zieht, kann Verbindung auf unterschiedliche Weise verloren gehen.
00:04:14: Wenn ich mich stark anpasse, dann verliere ich mich selbst aus dem Blick.
00:04:19: Und ohne echten Kontakt zu mir entsteht auch keine wirkliche Verbindung zum anderen.
00:04:25: Denn ich begegne der Person ja nicht mehr mit dem was da tatsächlich so in mir los ist sondern... Ich begegneh' mit der Facette die ich gerade zeigen kann!
00:04:39: Wenn ich ins Kämpfen gehe, dann fülle ich ebenfalls Kontakt zu meinem Gegenüber und oft auch zu dem, was unter meinem Ärger oder meiner Verteidigung eigentlich in mir lebendig ist.
00:04:49: Also unter Umständen auch etwas ganz Verletzliches, das da nicht sichtbar wird.
00:04:57: Und wenn es mir zur Verfügung steht dass ich diese Schutzbewegung bemerke dann kann ich ihn erhalten.
00:05:02: Dann kann ich meine Aufmerksamkeit wieder zu mir nehmen mal schauen was geschieht gerade in mir?
00:05:09: Auch in Richtung unsere unterschiedlichen Anteile zu schauen.
00:05:12: welcher Anteil versuchten dafür mich zu sorgen.
00:05:16: Diese Hinwendung zu meinem eigenen Erleben, die ist für mich Selbstempathie.
00:05:22: Da ging es ja in der letzten Folge auch schon drum.
00:05:25: Ich nehme wahr, was fühle ich?
00:05:26: Was brauche ich?
00:05:28: Das ist mir dann gerade ganz konkret wichtig und für mich ist das eine Kehrtwende.
00:05:34: Und das, was die gewaltfreie Kommunikation so besonders macht, denn wir sprechen innerlich häufig ganz anders mit uns.
00:05:43: So war's wie, warum regst du dich schon wieder auf?
00:05:46: Jetzt stelle ich mal nicht an oder... Unsere Aufmerksamkeit springt vielleicht auch sofort zu den anderen.
00:05:52: Ich kann sie nur, warum versteht er das nicht?
00:05:57: Selbst Empathie die Unterbrichte schnelle Urteilen und Deuten Und die führt zurück zu mir.
00:06:04: Wenn meine Seite Gehör bekommt Dann kann sich mein Blick auch wieder weiten Vom ich zum du und dann hin zur EmpathIE.
00:06:14: Für mich heißt Empathied zunächst Dasein Langsamer werden Zuhören mich öffnen für das, was da ein anderer Mensch gerade erlebt.
00:06:26: Und auch das ist für mich eine Kehrtwende.
00:06:29: Denn unsere Gedanken sind ja unglaublich schnell!
00:06:33: Wir hören einen Satz, wir sehen einen Gesichtsausdruck, wir lesen den Nachricht und schon entsteht die Geschichte.
00:06:40: Weil unfair sie übertreibt.
00:06:44: er versteht es einfach nicht.
00:06:46: Wir bewerten analysieren verurteilen und glauben schnell zu wissen, warum jemand was tut und was daran falsch ist.
00:06:56: Empathie verändert diese Blickrichtung.
00:06:59: Sie fragt nicht zuerst wer hat recht oder wer legt falsch sondern sie fragt Was ist gerade bei dir lebendig?
00:07:07: Was bewegt dich?
00:07:08: Was ist dir wichtig?
00:07:11: Und genau hier liegt für mich ein entscheidender Unterschied.
00:07:14: Verstehen heißt nicht Einverstanden sein.
00:07:19: Ich muss deine Sicht nicht übernehmen um sie zu verstehen und sie verstehen zu wollen.
00:07:25: Ich muss dein Verhalten nicht gut heißen, um mich dafür zu interessieren was dich bewegt.
00:07:31: Ich kann anderer Meinung sein und trotzdem neugierig darauf bleiben wie die Welt von deinem Platz aussieht.
00:07:40: Das beschäftigt mich besonders wenn ich gesellschaftliche und politische Auseinandersetzungen beobachte oder Diskussionen in sozialen Medien.
00:07:49: Schnell werden da aus unterschiedlichen Positionen Urteile überwenden.
00:07:53: Wie kann man nur so denken?
00:07:55: solchen Leuten kann man nicht reden!
00:07:58: Einsatz trifft was in uns.
00:08:00: Fühlen uns angegriffen oder in etwas bedroht, dass es uns wichtig ist.
00:08:04: und manchmal ist so eine Antwort schon geschrieben bevor wir überhaupt wahrgenommen haben was da in uns gerade passiert.
00:08:13: Und so eine antwort kann dann schon mal schärfer werden abwertender.
00:08:16: Manchmal entgleist sprache ganz und Dann dann steht uns irgendwann nicht mehr ein menschgegenüber Sondern ne position ein kommentar Ein profilbild vielleicht sogar ein inneres feindbild.
00:08:33: Und auch zu uns selbst haben wir in solchen Momenten ganz wenig Kontakt.
00:08:38: Unter der Wut, da können ja Angst Unmacht oder Verletzungen liegen.
00:08:44: und der Wunsch mit den eigenen Werten gesehen und angenehm zu werden.
00:08:48: Das heißt nicht Beschimpfung Abwertungen oder verbale Übergriffe zu entschuldigen.
00:08:54: Verstehen heißt auch hier nicht Einverstanden sein – und Empathie ist auch nicht immer sofort möglich!
00:09:01: Wenn mich jemand beschimpft, bedroht oder verbal überrennt Dann ist zuerst Schutz wichtig, Abstand herstellen.
00:09:09: Auch ein Gespräch beenden – Unterstützung holen, mich regulieren.
00:09:14: Also Empathie bedeutet nicht Gewalt auszuhalten oder mich ihr schutzlos auszusetzen.
00:09:21: Manchmal beginnt die empathische Bewegung deshalb gar nicht beim Du sondern wieder beim Ich.
00:09:27: Erst wenn ich wieder Boden unter den Füßen habe dann kann sich vielleicht die Frage öffnen Das könnten auf der anderen Seite in Alarm geraten sein.
00:09:35: Was versucht dieser Mensch zu schützen?
00:09:38: Die guten Gründe hinter einer Reaktion machen die Art, wie sie nach außen getragen wird nicht automatisch akzeptabel.
00:09:44: Aber Sie können mir helfen den Menschen hinter seinem Verhalten nicht vollständig aus dem Blick zu verlieren.
00:09:52: Was empathisch schwer macht unterscheidet sich auch danach, wie nah uns ein Mensch ist.
00:09:59: Je größer die Distanz desto leichter sehen wir nur noch einen Ausschnitt.
00:10:03: Ein Satz eine Position ne Reaktionen.
00:10:07: Der Mensch, der hinter mit seiner Geschichte sein Erfahrungen für einen guten Gründen bleibt unter Umständen unsichtbar.
00:10:17: Die Distanz kann es leichter machen zu urteilen oder sich zu verhärten.
00:10:23: In nahen Beziehung ist das manchmal fast umgekehrt.
00:10:26: hier ist sehr viel Geschichte mit dem Raum.
00:10:29: in Partnerschaft und Familien aber auch in längeren bestehenden beruflichen Beziehungen haben wir miteinander Erfahrungen gesammelt.
00:10:37: Wir kennen bestimmte Sätze Tonlagen und Reaktionen.
00:10:41: Vielleicht gab es Momente, in denen wir uns verletzt, enttäuscht oder nicht verstanden haben.
00:10:47: Und diese gemeinsame Geschichte sitzt in einem aktuellen Gespräch mit am Tisch.
00:10:54: Gleichzeitig bringen wir beide unserer jeweils eigene Geschichte mit – frühere Erfahrungen, Verletzungen und vertraute Schutzbewegungen, die mit dem Menschen vor uns vielleicht zunächst gar nichts zu tun haben!
00:11:08: So treffen nicht nur zwei Menschen im Hier- und Jetz aufeinander Manchmal treffen auch zwei alte Ladungen aufeinander.
00:11:17: Die eine Person zieht sich zurück und genau diese Rückzug, der löst bei anderen Alarm aus – sie wird drängender vielleicht weil sie Verbindung sucht und das wiederum verstärkt ein Rückzug.
00:11:31: oder jemand wird scharf um sich zu schützen und trifft damit auf ne alte Erfahrung des Gegenübers nicht sicher, nicht gesehen oder gut genug zu sein.
00:11:40: Unsere Schutzbewegung können sich ineinander verhaken und gegenseitig verstärken.
00:11:46: Dann geht es längst nicht mehr nur darum, welcher Satz da gerade gefallen ist.
00:11:51: Und dann kann ich empathisch sein wollen und merke dass ich's grade nicht kann.
00:11:59: In mir läuft dann vielleicht längst ein anderes Gespräch.
00:12:03: Sag jetzt endlich was?
00:12:04: Lässt ihr das nicht gefallen oder macht bloß kein Ärger.
00:12:08: Das hält die Beziehung nicht aus.
00:12:11: Mit der alten Ladung melden sich unterschiedliche innere Seiten, unterschiedliche Anteile.
00:12:18: Eine möchte kämpfen, eine zieht sich zurück.
00:12:23: Eine möchte alles wieder gut machen.
00:12:26: Eine fühlt sich plötzlich klein oder unsicher.
00:12:30: Manche kennen wir gut und andere bemerken wir aus dem Nachhinein weil wir zum Beispiel heftiger reagiert haben als wir selbst erwartet hätten.
00:12:41: oder wenn wir nicht reagiert hatten und später fragen warum habe ich nichts gesagt?
00:12:46: Warum bin ich still geworden ob mir was echt richtig war?
00:12:51: Ich mag den Gedanken dass die Anteile nicht gegen uns arbeiten.
00:12:56: Sie versuchen für was zu sorgen, sie wollen schützen, Zugehörigkeitssichern oder verhindern das wir etwas erneut erleben – was mal Schmerzhaft war.
00:13:09: Manchmal wollen wir solche Anteiligeren loswerden.
00:13:12: Wenn wir ihnen kein Gehirr schenken verschwinden sie deshalb nicht!
00:13:17: Sie zeigen sich in unseren Gedanken im Körper und in der Art wie wir reagieren.
00:13:25: Was in mir Schutz sucht, das kann im Außen ganz anders ankommen.
00:13:31: Mein Gegenüber hört vielleicht nicht meine Angst sondern meine Schärfe.
00:13:36: Das sieht auch nicht mein Unsicherheit sondern meinen Rückzug.
00:13:41: Es spürt nicht mein Wunsch nach Verbindung sondern erlebt dass ich kühl werde.
00:13:46: und genau deshalb ist die Bewegung nach Innen für mich kein Rückzug aus Beziehungen.
00:13:52: sie kann eine Voraussetzung dafür sein wieder wirklichen Beziehung zu kommen Und oft zeigt sich genau dort im Alltag, ob ich diese Bewegung nach innen bemerke.
00:14:03: Ein Satz in einer Partnerschaft, ein bestimmter Ton in einer Teamsitzung eine knappe Nachricht und kommentalen sozialen Medien.
00:14:12: Und ob ich dann bemerge wie ich festwert sofort antworten möchte oder stillwert und mich zurückziehe Dann kann selbst Empathie heißen diesen Moment überhaupt wahrzunehmen.
00:14:25: Es hat mich denn da getroffen?
00:14:27: das ist mir wichtig.
00:14:29: Was versucht meine Reaktion zu schützen?
00:14:34: Und vielleicht wird es dann klarer, ich möchte entgenommen werden.
00:14:37: Ich wünsche mir Achtsamkeit im Miteinander.
00:14:40: Ich möchte gehört werden!
00:14:42: Ich brauche Sicherheit oder Abstand.
00:14:45: Die Situation im Außen hat sich dadurch nicht verändert aber ich verstehe erst mal besser was in mir geschieht und von dort kann sich auch wenn genügend Raum da ist mehr Zeit nehmen die Bewegung vom ich wieder zum du öffnen.
00:15:01: Sind so wie es gute Gründe für meine Reaktion gibt, gibt's auch gute Gründer auf der anderen Seite.
00:15:07: Ich kenn sie nur noch nicht!
00:15:09: Vielleicht wollte mein Gegenüber mich beruhigen?
00:15:12: Steht selbst unter Druck oder versucht sich zu schützen?
00:15:16: Vielleicht ist aber auch ganz anders... ich weiß das noch nicht.
00:15:21: Und genau hier beginnt für mich Empathie Meine erste Geschichte über den anderen Menschen leiser werden zu lassen und neugierig auf seine Wirklichkeit zu werden.
00:15:31: Was bewegt
00:15:32: dich?!
00:15:33: Was ist dir wichtig?
00:15:35: Und die Frage muss ich noch nicht mal lautstellen.
00:15:38: Manchmal bedeutet Empathie zunächst einfach, anders zuzuhören In meinem klarsähen Bild, das ich gerne in meinen Seminaren verwende beschreibe ich so Ich versuche für einen Moment auf der anderen Seite des Sees zu gelangen.
00:15:53: Wie sieht die Situation von dort aus?
00:15:56: Meine eigene See-Seite verschwindet dadurch nicht.
00:16:00: Durch die Selbstempathie weiß ich... ...Inzwischen sogar sehr viel besser was dort wichtig ist auf meiner Sehseite.
00:16:09: Und gerade deshalb kann ich mich dann wieder in meinem Gegenüber zuwenden.
00:16:14: Empathie heißt ja nicht, Ich weiß was bei dir los ist sondern ich möchte es verstehen und ich lass' mich von dir korrigieren!
00:16:22: Ich kann vermuten Nachfragen zuhören Denn wir wissen viel weniger über das Innere eines anderen Menschen als wir häufig glauben.
00:16:33: Empathiemacht aus diesem Nicht-Wissen keine Schwäche.
00:16:36: Sie macht Offenheit daraus Und manchmal merke ich, dass mein Ärger oder meine Verletzung wieder selbst präsent werden.
00:16:46: Und wann führt die Bewegung zurück zum Ich und vielleicht später wieder zum Du?
00:16:51: Nicht als Technik- oder sauberer Ablauf sondern als natürliche Bewegung!
00:16:56: Manchmal reichten Atemzug.
00:16:58: Manchmal brauche ich eine Pause.
00:17:01: Manchmal mehr Zeit.
00:17:03: Das gehört für mich zu der Langsamkeit, die gewaltfreie Kommunikation braucht.
00:17:09: Nicht alles muss sofort geklärt werden... Und damit komme ich zurück zu dem Satz, der über dieser Folge steht.
00:17:17: Verstehen heißt nicht Einverstanden sein!
00:17:21: Ich kann verstehen und trotzdem widersprechen.
00:17:24: Ich kann die Perspektive eines Menschen ernst nehmen ohne sie zu meiner eigenen zu machen.
00:17:30: Was sich dadurch verändert muss nicht unsere Position sein – was sich verändern kann ist die Qualität unseres Kontakts.
00:17:39: Und ich muss nicht in jeder Situation sofort empathisch sein können.
00:17:44: Manchmal ist der erste Schritt Schutz.
00:17:46: Manchmal Abstand, manchmal Selbstempathie und vielleicht erst später die Frage Kann ich wieder neugierig darauf werden was auf der anderen Seite geschieht?
00:17:59: Empathie braucht keine Zustimmung.
00:18:01: Ich kann deiner Wirklichkeit Raum geben und gleichzeitig bei meiner eigenen bleiben.
00:18:07: Dann wenn in mir genügend Raum für das da ist Ich Und dann wieder du hin und her Nicht einmal unfertig, sondern als wiederkehrende Bewegung.
00:18:21: Sie gehört zu lebendiger Kommunikation dazu und wenn wir bereit sind sie immer wieder zu üben dann kann sie mit der Zeit selbstverständlicher und leichter werden.
00:18:31: Und für mich liegt darin auch Hoffnung dass wir lernen können einen Moment früher wahrzunehmen wann aus Verletzung gegen angeführt Aus Angst Abwertungen oder aus unterschiedlichkeiten gegeneinander und dass wir manchmal eine andere Bewegung wählen können, nicht Gewalt mit Gegengewalt beantworten.
00:18:52: Nicht Entwertungen mit neuer Entwertung – sondern es möglich machen die Spirale zu unterbrechen!
00:18:58: Das ist kein schneller Weg aber für mich ist das einer der sich lohnt in persönlichen Beziehungen, in beruflichen Begegnungen und gesellschaftlich.
00:19:10: Und manchmal beginnt er ganz klein Mit einem Atemzug nach Pause noch einmal zuhören oder der Entscheidung, ein Gespräch später weiterzuführen.
00:19:22: Verbindung darf langsam entstehen und Unterschiedlichkeit darf bleiben.
00:19:31: Wenn du diesen Seefunk lieber lesen möchtest oder einen Gedanken später nochmal nachlesen willst dann findest Du die Folge auch als Text auf meiner Klarsehenseite.
00:19:40: Den Link packe ich in die Show Notes.
00:19:44: Und wenn Du Lust bekommen hast die gewaltfreie Kommunikation selbst kennenzulernen oder sie wieder noch mal zu vertiefen, mehr in dein Leben zu holen.
00:19:54: Vom fünfundzwanzigsten bis siebenundzwanziger September zwei tausendsechsundzeig findet das nächste Basisseminar eintauchen in die Gewaltfreien Kommunikationsstadt.
00:20:03: Wir arbeiten mit konkreten Situation aus dem Alltag Mit Raum für Selbstverbindung Klarheit und neue Wege im Miteinander.
00:20:10: Ach da packe ich die Infos in die Show notes.
00:20:13: Danke dir fürs Zuhören.
00:20:15: Bis zum nächsten Sehfunk Deine sabine Detailer.
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